Kapitalanlage-Finanzierung vs. Eigennutzerfinanzierung – die wichtigsten Unterschiede
Banken unterscheiden bei der Kreditvergabe strikt zwischen Eigennutzung und Vermietung. Bei vermieteten Immobilien fließen Mieteinnahmen in die Tragfähigkeitsberechnung ein, gleichzeitig setzen Institute höhere Eigenkapitalquoten und Risikoaufschläge an. Die folgende Tabelle zeigt die zentralen Unterschiede:
| Kriterium | Eigennutzer | Kapitalanleger |
|---|---|---|
| Mindesteigenkapital | 10–20 % + Nebenkosten | 20–30 % + Nebenkosten |
| Zinsaufschlag | Referenzzins | + 0,15–0,40 % p. a. |
| Bewertungsansatz | Einkommen + Ausgaben | Einkommen + 70–80 % Nettokaltmiete |
| Tilgungshöhe | ≥ 2 % empfohlen | 1–2 % (steueroptimiert) |
| Nutzung Mieteinnahmen | – | Anrechenbar nach Abzug Bewirtschaftungskosten |
Die Eigenkapitalquote von 20–30 % gilt als Branchenstandard für Renditeimmobilien; niedrigere Quoten sind möglich, wenn Bonität, Einkommen und Objektqualität überdurchschnittlich sind. Banken rechnen Mieteinnahmen in der Regel mit einem Sicherheitsabschlag von 20–30 % an, um Leerstand und Instandhaltung abzubilden.