Sanierungskosten und Eigenkapitalquote im Vergleich
Die Wahl zwischen KfW-Effizienzhaus 40 und 55 hängt unmittelbar mit den geplanten Sanierungskosten zusammen. Ein Effizienzhaus 40 erfordert tiefgreifende Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Heizanlage und oft auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung — dies summiert sich üblicherweise auf €80.000 bis €120.000 pro Einfamilienhaus (Stand 2026). Dagegen genügt für Effizienzhaus 55 eine weniger intensive Sanierung, typischerweise €50.000 bis €90.000.
Der KfW-Zuschuss (oder die Darlehensvergünstigung) bei KfW 40 kann bis zu €36.000 pro Wohneinheit erreichen, was eine geringere Eigenkapitalquote erforderlich macht. Bei KfW 55 liegt der maximale Zuschuss bei €27.000. Für Immobilienbesitzer mit begrenztem Eigenkapital ist KfW 40 trotz höherer Investitionssumme oft günstiger zu finanzieren, da die prozentuale Förderquote größer ausfällt. Berechnungsbeispiel: Bei €100.000 Sanierungskosten zahlt der Eigentümer mit KfW 40 effektiv ca. €64.000, mit KfW 55 hingegen ca. €73.000.