Warum Selbstständige andere Anforderungen erfüllen müssen
Banken bewerten bei Selbstständigen und Freiberuflern das **Einkommensrisiko** höher als bei Angestellten. Grund dafür sind schwankende Einnahmen, Auftragsunsicherheit und der Wegfall von Lohnfortzahlungsansprüchen. Laut Bundesbank-Statistik (Stand 2024) liegt die Ablehnungsquote bei Baufinanzierungsanfragen von Selbstständigen rund 20–25 % höher als bei Angestellten – nicht wegen fehlender Bonität, sondern wegen unzureichender Nachweisführung. Banken fordern deshalb in der Regel: - **Drei Jahre Einkommensnachweise** (Steuerbescheide, BWA, Bilanzen) - Höheres **Eigenkapital** (oft 20–25 % statt 10–15 %) - Detaillierte **Selbstauskunft** zur Geschäftsentwicklung - Nachweis über **Auftragslage** und mittelfristige Perspektive > **Hinweis:** Freiberufler (z. B. Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte) werden tendenziell positiver bewertet als gewerblich Selbstständige, da ihr Einkommen oft stabiler nachweisbar ist. Entscheidend ist, die Bank durch **transparente, vollständige Unterlagen** zu überzeugen, dass Ihr Einkommen nachhaltig und planbar ist.