Was ist eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital genau?
Bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital unterscheidet man zwei Varianten: Die 100-%-Finanzierung deckt den reinen Kaufpreis der Immobilie ab, während die 110-%-Finanzierung (Vollfinanzierung im engeren Sinne) zusätzlich Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklerkosten einschließt. In beiden Fällen bringt der Käufer keine oder nur minimale liquide Mittel ein.
Typische Kaufnebenkosten (Stand 2026) im Rhein-Main-Gebiet:
| Position | Prozentsatz | Beispiel bei 400.000 € Kaufpreis |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer (Hessen) | 6,0 % | 24.000 € |
| Notar- und Grundbuchkosten | ca. 2,0 % | 8.000 € |
| Maklercourtage (optional) | ca. 3,57 % inkl. MwSt. | 14.280 € |
| Summe Kaufnebenkosten | ca. 8–12 % | 32.000–46.000 € |
Banken verlangen für diese erhöhte Beleihung einen Zinsaufschlag von 0,3 bis 0,8 Prozentpunkten gegenüber einer Finanzierung mit 20 % Eigenkapital. Zudem werden strengere Bonitätskriterien angelegt: freie Haushaltsrechnung mindestens 800–1.000 € monatlich, unbefristetes Arbeitsverhältnis nach Probezeit, SCHUFA-Score über 97,5 %.